Dieses Bild zeigt eine alttestamentliche Begebenheit. Das Volk Israel befand sich auf seiner langen Wüstenwanderung aus Ägypten in das verheißene Land. Unterwegs aber murrte es gegen Gott und gegen Seinen Diener Mose. Zur Strafe sandte Gott feurige Schlangen ins Lager der Israeliten. Viele aus dem Volk starben an den Bissen. Als das Volk bekannte, dass sie gesündigt hatten, bat Mose für das Volk und erhielt daraufhin den Auftrag, eine eherne Schlange an einem Stab aufzurichten. Jeder, der von einer Schlange gebissen wurde und die aufgerichtete Schlange an dem Stab ansah, blieb am Leben. (4.Mose 21,4-9) Jesus bezog diese Worte auf sich, als er sprach: „Und wie Mose in der Wüste die Schlange erhöht hat, so muß der Menschensohn erhöht werden, damit alle, die an ihn glauben, das ewige Leben haben. Denn also hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.“ (Joh 3,14-16) Diesen Vers haben die Väter in Markersbach zwischen die beiden Altarbilder schreiben lassen. Weil Jesus sich mit der Schlange Moses identifiziert, kann man sogar sagen, dass die Israeliten durch den Glauben an Christus gerettet wurden. Denn die erhöhte Schlange war ein Vorbild Christi. So sahen die Israeliten, als sie auf die eherne Schlange sahen, auf zu Christus und wurden durch das Vertrauen auf Ihn gerettet.